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Meerrettich – Alleskönner aus der Natur

Meerrettich ist vielseitig einsetzbar und kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Bei Erkältungen, Harnwegsinfektionen oder bei der Unterstützung des Immunsystems hat sich das sogenannte „pflanzliche Penicillin“ bereits bewährt. Schon die Menschen im Mittelalter haben von seiner Wirkung profitiert, als sie feststellten, dass er das Essen durch seine Schärfe verträglicher macht. Meerrettich regt die Galle und den Magen an, was die Verdauung positiv beeinflusst, zudem ist er im Winter ein wichtiger und beliebter Vitamin-C-Lieferant.

Doch er kann weit mehr, wie wir heute wissen: Er wirkt nicht nur gegen Pilze und Bakterien, auch die meisten Insekten meiden ihn. Verwendung findet die stark reizende bis antibiotische Wurzel meist frisch gerieben oder als Frischpflanzenpresssaft. Doch es gibt ihn auch pharmazeutisch aufgearbeitet als Filmtabletten, Bronchialtropfen oder Tinkturen.

Auch wenn es sich bei Meerrettich um ein Naturheilmittel handelt, ist seine Wirkung längst anerkannt, etwa bei Katarrhen der Luftwege oder leichten Harnwegsinfekten. Zudem hilft das Öl, das aus der Wurzel gewonnen wird, bei Muskelschmerzen und Krämpfen sowie bei Appetitlosigkeit oder einer trägen Verdauung. Allerdings sollte er sparsam dosiert sein, denn in diesem Fall ist ein Zuviel eher kontraproduktiv. Um Reizungen zu vermeiden, sollte der Gehalt an den extrahierten Senfölen zwei Prozent nicht übersteigen. Bei Magen- oder Darmgeschwüren sollte auf seine Anwendung sogar ganz verzichtet werden. Achtung: Isoliert und unverdünnt ist das Öl des Meerrettichs giftig.

Richtig angewendet, werden die fettlöslichen Senföle gut vom Körper aufgenommen. Sie sind sehr reaktiv und können an Proteine binden. So wird die Aktivität der Enzyme von angreifenden Bakterien gehemmt. Die in ihnen enthaltenen Flavonoide haben auch eine antibiotische Wirkung, die etwa das Wachstum des Bodenbakteriums Bacillus subtilis, des Darmbakteriums Escherichia coli und des Eitererregers Staphylococcus aureus hemmen können.

Letztlich findet Meerrettich seinen Einsatz auch in der Behandlung rheumatischer und entzündlicher Erkrankungen, indem seine reizende Wirkung dem vorhandenen Schmerz einen Gegenreiz entgegensetzt. So kann er ähnlich wie Akkupunktur zur Schmerzlinderung und Reduktion der lokalen Entzündung beitragen.